Der große Dorfbrand von 1868

Westkirchen, 19. Juli 1868

Heiß sengte schon wochenlang die Sonne vom Himmel. Felder und Wiesen, Getreide und Hackfrüchte verlangten nach Regen, die Dorfbrunnen und Bäche begannen zu versiegen, die Gräften trockneten aus.

Schon gegen Mittag wanderten die Westkirchener nach Ostenfelde, um die große Margarethenkirmes zu besuchen; vor allem war es die jüngere Generation, die Alten scheuten den Weg in der prallen Sonnenglut und zogen es vor, daheim zu bleiben. Gegen 13 Uhr bemerkte man Rauch und Flammen auf dem Dachstuhl des Hauses Winkelmann. Die Brandglocke wurde geläutet, und mit Wassereimern ausgerüstet, eilten Männer und Frauen, die noch im Dorf waren, zur Brandstelle. Doch bald waren die Brunnen erschöpft, die kleine Dorfbrandspritze konnte wegen Wassermangels nicht eingesetzt werden. In wenigen Minuten breitete sich der Brand auf die Nachbarhäuser aus.

Durch einen Boten wurden die in Ostenfelde weilenden Bürger von dem ausgebrochenen Brande unterrichtet. Inzwischen fraß sich das Feuer die Häuserzeile entlang, wo es in den alten Fachwerkhäusern reich Nahrung fand. Da war auch die Kirche in Gefahr. Ein aufkommender Wind begünstigte den Funkenflug, und bald stand das Gotteshaus in hellen Flammen. Ratlos standen die Einwohner des Dorfes dem Brande gegenüber.

Durch die Windrichtung begünstigt, blieben Pastorat, Schule, Vikarie (heute Gärtnerei Ringhoff) und das Gasthaus Fleuter vom Feuer verschont. Viele verloren mit ihrer Heimstatt auch ihre ganze Habe, denn nur wenig konnte gerettet werden. In einem Schuppen auf Haus Diek wurde vorübergehend eine Notkirche eingerichtet.

Im Zuge des Wiederaufbaues änderte sich dann das Dorfbild ganz wesentlich. So wurden die Häuser auf der Domhofstraße zurückverlegt und die Straße verbreitert. Die engen Gäßchen, wie wir sie noch heute in alten Dörfern des Münsterlandes vorfinden, verschwanden, so daß Westkirchen heute breite Straßen aufweisen kann. Der Opfersinn und die Hilfsbereitschaft der Bürger ließen auch bald die Kirche wieder neu erstehen.

In den Jahren 1872/73 erbaute Pfarrer Klostermann, der einige Jahre vorher auch die Vorhelmer Kirche errichten ließ, das neue Gotteshaus (die jetzige Kirche). Die Ziegelsteine zum Bau der Kirche wurden am Bahnhof, auf einem der Kirche gehörenden Grundstück von Ziegeleiarbeitern aus dem Lippischen Land in einem kleinen Ziegelofen gebrannt; der Kalk wurde am Finkenberg auf dem Besitz des Bauern Linnemann gebrochen und dort auch gebrannt. Pfarrer Klostermann - so erzählten die älteren Einwohner Westkirchens - soll sich sehr aktiv beim Kirchenbau beteiligt haben. Im blauen Kittel, mit Hammer und Kelle stand er auf dem Baugerüst neben den Maurern und Zimmerleuten.

Zu allem Unglück teilte später der Verwalter des Hauses Keuschenburg, Herr Rentmeister Trömpert, Vornholz folgendes mit: "Das Archiv des Hauses Keuschenburg, das aus zahlreichen Pergamenturkunden mit vielen noch anhängenden Siegeln bestand, verfiel, leider unbenutzt und nicht durchforscht, einem tragischen Geschicke und zwar ebenfalls in dem für den Platz so verhängnisvollen Jahre 1868 (dem des Abbruchs des Hauses). Aufbewahrt in einer Truhe des Gutspächters Raude wurde es beim Abzuge mit nach Westkirchen verbracht, wo es beim großen Brande des Dorfes seinen Untergang fand.

Quelle:
Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Provinz Westfalen. Inventare der nichtstaatlichen Archive der Provinz Westfalen. Band II: Regierungsbezirk Münster. Heft 2: Kreis Warendorf (Haus Keuschenburg). Weiter: (A.Brüning, Warendorfer Blätter II [1903] 34.)

 


 

Die Geschichte über den großen Brand von 1868

nach einer Erzählung
von

Joseph Schlotmann (+)
 

Im vorigen Jahrhundert gehörte es keineswegs zu den Seltenheiten, daß eine große Feuersbrunst ein ganzes Dorf oder beträchtliche Teile des Dorfes vernichtete. Ein solches Schicksal ereilte am 19.Juli 1868 auch das kleine Dorf Westkirchen. Noch um 1900 habe ich als kleiner Junge von den Alten, die das Furchtbare erlebt und das Wüten des Elementes am eigenen Hab und Gut erfahren hatten, viel von diesem Brand reden hören, und jedesmal, obschon bereits dreißig Jahre darüber hingegangen waren, geschah es mit solcher Leidenschaftlichkeit, daß ich zutiefst davon gepackt wurde. Diesem Umstand verdanke ich es, daß ich manches aus den Schilderungen derer, die längst heimgegangen sind, bis auf den heutigen Tag lebendig in mir erhalten konnte. Aufzeichnungen über die furchtbare Katastrophe sind, soweit mir bekannt geworden ist, wohl nicht gemacht worden.

Das Jahr 1868 brachte einen heißen Sommer. Schon seit Anfang Juni brannte Tag für Tag die Sonne von einem fast ständig wolkenlosen Himmel hernieder. Seit den ersten Tagen des Juli war in Westkirchen alles mit der großen Heuernte beschäftigt, nicht nur die Eingesessenen, sondern auch die "Sändkers" aus Beelen, Harsewinkel, Clarholz, Greffen usw. Die Dorfbewohner, soweit sie nicht Handwerker waren, fanden sich Tag für Tag bei den Bauern zum Heuen ein. In zwei, drei Tagen war bei der furchtbaren Hitze das Heu trocken, und schon waren es nur noch wenige Tage bis auch das Wintergetreide - sehr früh infolge der Dürre - schnittreif war. In diese arbeit - und schweißgeschwängerten Tage fielen seit alters zwei schöne Volksfeste ("Saure Wochen, frohe Feste!"), die Westkirchener und die Ostenfelder Kirmes.

Die Westkirchener Kirmes am 12. Juli war mal wieder ein schönes Fest gewesen. Die Jungen hatten getanzt und getrunken, die Alten getrunken und getanzt. Liebe alte Bekannte und Verwandte, die Jahr für Jahr aus der näheren und weiteren Umgebung kamen und sich zu diesem Feste einfanden, hatte man gesprochen und bewirtet. Man hat viel von alten Zeiten geredet, Kämpe und Felder begangen, Einladungen zum Gegenbesuch angenommen, sich verabredet und kleine Geschäfte getätigt, und Zukunftspläne der Töchter und Söhne so ganz von weitem angedeutet, alles in allem: es war mal wieder wirklich nett gewesen. Nun dachten sich eine große Anzahl stattlicher Jungen beider Ortschaften die übliche Keilerei aus. Trotz aller Arbeit, von morgens drei bis abends 8 Uhr sinnierten Männlein und Weiblein je nach Alter und Neigung de Ausgang der Ostenfelder Kirmes "Margreide" aus. Für die "schlagfertige" Jugend von Westkirchen aber stand es schon fest, daß sie nächsten Sonntag das Feld nicht räumen würden wie am vergangenen die Ostenfelder.

Der Margaretentag aber überspannte das Festzelt des Himmels mit azurner Bläue, und die Hitze erreichte schon in den frühen Morgenstunden eine kaum erträgliche Höhe. Frühzeitig, die meisten längst vor Mittag, die anderen im Glutbrand der vollen Mittagssonne, war fast ganz Westkirchen unterwegs nach Ostenfelde, die Bauern mit ihren grünen Flechtenwagen, Jagdwagen genannt, die nicht nur die Bauernfamilie nach Ostenfelde trugen, sondern unterwegs immer wieder ältere Leute einholten und mitnahmen, die Dörfler auf Schusters Rappen, einer hinter dem anderen den "Stäinpatt" (heute nicht mehr vorhanden) pilgernd. Gegen 1 Uhr mittags waren nur wenige Leute im Dorf. Nichts regte sich, das Dorf schien eingeschlafen, und es war Nonezeit. Aber seltsam tickte und knisterte es in den Strohdächern der Häuser, als ob die Halme unter der unerträglichen Glut sich krümmen wollten. Einmal lief verloren das Brummen einer Kuh durch die Gassen, ein Hund schlampte aus dem Wassertrog, dann war alles still; selbst die Hühner lagen faul im Staube mit geschlossenen Lidern. Dann aber - seltsam genug - sprang leichtfüßig ein Wirbelwindchen zwischen den Häusern hin, hier einen Staubtrichter und dort noch einen hochjagend, den es weit über die kleinen müden Strohdächer trug. Und dann - war das auch etwa eine Windhose grade über dem Straßenstaub, den des Windes Laune auf das Dach stellte? Nein, das war Rauch, eine Rauchfahne, aber nach Sekunden schon eine Rauchwolke, die sich nach allen Seiten grau und schwarz auseinander schob, dann von einem ersten Windstoß gepackt und empor gerissen wurde. Flammen! Flammen! Aus dem Strohdach des Hauses Theodor Winkelmann schlagen Flammen auf! Und nun spielt der Wind nicht mehr, er pfeift, er bläst mit vollen Backen in die Feuersglut. Er wirbelt die Funken auf die glühheißen Dächer der Nachbarhäuser, ein dünner Rauchfaden kräuselt hoch, es schwelt und glimmt, es flackert auf, und schon stehen drei, vier Häuser, nein, schon fünf, in Flammen. Hilfe! Hilfe! Es brennt! Es brennt! Die Tiere brüllen in den Ställen! Das Hühnervolk rennt und fliegt wie wild, Kinder schreien auf, Frauen schlagen vor Entsetzen die Schürzen vor die Augen, Männer packen hier an, da an, sinnlos! Endlich einer, der die Häuserreihe nach Osten entlang rennt, die Schläfer aus der None zu wecken und den Tieren in den Ställen die Freiheit zu geben.

Doch schneller fast flog nun der rote Hahn, begleitet von dem gräßlichen, prasselnden Gegacker seiner Flammenhennen, mit wildem Flügelschlag die zum Domhof führende Dorfstraße von Dach zu Dach. Schaurig klangen die Brandglocken. Das Feuerwehrhorn tutete heiser und entsetzt. "Feuerwehr! Feuerwehr! Zum Spritzenhaus alle Mann! Lösche! Lösche! "Ja, die alte, lahme Brandspritze! Her die Ledereimer! Wo ist Wasser? Die Brunnen leer nach zwei Monaten Trockenheit. Nur der Teich auf der Bleiche hat Wasser! Viel zu weit ab, um zu nützen!

Dort rennt einer in der Verzweiflung mit einem Ledereimer voll Wasser, sein eigenes Haus zu retten. Doch ehe er noch den einen kleinen Guß getan, brechen mit schadenfrohem Geheul die Flammen hervor. Da - Uthmanns brennt - Hörstkamps brennt, beide Häuser gerade neben der Kirche. Hin mit der Spritze zur Kirche! Wasser an den Turm! Zu spät! Schon rennen - anzusehen, als wären´s hundert hüpfende Eichhörnchen mit zuckendem Schwanzbusch - die Feuerzungen am Turm hoch! Der Glocken eherner Mund verstummt in einem letzten Schmerzensschrei. Aus dem Kirchendach schlagen die Flammen zehn bis zwanzig Meter hoch. Die Hitze wird unerträglich. Zurück, alles zurück! Hinter die Küsterei zurück und in den Pastoratsgarten. Ach ja, da ist ja der Fischteich. Die Ledereimer! Und nun

 "Durch der Hände lange Kette um die Wette fliegt der Eimer!"

Umsonst! Da - welch ein Schauspiel, in das alle hineinstieren und das kaum einer noch begreift: Mit furchtabarem Lärm und einem Funkenregen, als ob die Welt ineinanderkrache, stürzte der Kirchturm, dessen Glockenmetall in schweren Tropfen sich verweinte, in das brennende Uthmannsche Haus hinein... . Wie gelähmt und halb von Sinnen stieren nun auch die unterdes heimgekehrten Kirmesleute in die Feuergraben und in das grausige Trümmerfeld, und auch die Ostenfelder Feuerwehr, die nachbarlich zur Hilfe geeilt ist, kann nur eines tun, mit der Westkirchener Wehr darüber wachen, daß die dank den unterdes stark aufgekommenen Nordwestwinden verschont gebliebenen wenigen Häuser im Nordteil des Dorfes nicht auch noch ein Raub des wütenden Elements werden.

Die Menschen sehen einander an! Sie halten einander an den Händen! Sie weinen! Mehr als zwanzig Gebäude fielen in kaum drei Stunden dem Feuer zum Opfer! Drei Viertel des Dorfes eingeäschert! Und jeder der Betroffenen bat all seine Habe verloren! Eines blieb: Die Dorfgemeinschaft der ganzen Gemeinde Westkirchen, die miteinander das Leid trug und bezwang, das kurze Stunden in so furchtbarem Ausmaß beschert hatten.

Die beiliegende Skizze des Dorfes vor dem Brand wurde nach den Angaben des 83 jährigen Friedrich Suthoff zu Westkirchen im Jahre 1927 aufgezeichnet. Sie entbehrt eines Maßstabes, sowohl in bezug auf die Straßen als auch bezüglich der Häuser. Die Vierecke, die die Grundrisse der einzelnen Häuser andeuten, besagen, daß etwa an der Stelle das betreffende Haus gestanden hat, nicht aber, welche Länge und Breite oder welche Grundform es hatte. Auch die Lage der Häuser zueinander, wie sie hier festgehalten ist, beruht nur auf den Angaben meines damaligen Gewährsmannes, bei dem nach einem Zeitraum von sechzig Jahren, der seit dem Brande verstrichen war, Irrtümer durchaus möglich sind. Die schraffierten Grundrisse bezeichnen diejenigen Gebäude, die dem Brand zum Opfer gefallen sind. Auch hier besteht die Möglichkeit, daß ein Gebäude nicht mit eingetragen ist. Der Kundige sieht auf den ersten Blick, daß das Dorf bedeutend kleiner war als das heutige, und daß die Verteilung der Gebäude auf den Raum an einzelnen Stellen stark von der heutigen abweicht.

Abgebrannt sind:
Uthmann, Alte Pfarrkirche, Hölling, Tanzsaal Robert, Hörstkamp (Rottwinkel), Brennerei Hörstkamp, Thieme, Arens, Armenhaus, Fölling, Wirtschaft Robert, Jans Witte, Klostermann, Thiemes Dehle, Wirtschaft Raude, Josef Frerich, Hörstkamps Dehle, Populoh, Kaspar Renne, Fröhlich (Schlotmann), Wirf, Winterkamp, Th. Winkelmann, Winkelmann.


Vom allten Dorf Westkirchen gibt es im Pastorat ein Oelgemälde, das von Südosten aus, etwa auf dem Fußwege von Klostermanns Schemm nach dem Dorfe, angefertigt worden ist. Es zeigt die alte, 1809 fertiggestellte Kirche mit Satteldach und Zwiebelturm, die dem Brande zum Opfer fiel. Außerdem sieht man darauf den hochragenden Kegelstumpf der Windmühle, die das Ortsbild stark beeinflußt, und einige Häuser mit rotem Ziegeldach. Wahrscheinlich ist das gerahmte Bild am unteren Rande einmal um ein Stück gekürzt worden, so daß die übrigen Häuser, besser Häuschen, des alten Dorfes nicht mehr sichtbar sind.

Von den meisten Häusern des alten Dorfes gilt, was mir Friedrich Suthoff und auch mein verstorbener Vater erzählten. Sie waren Fachwerkbauten, die meisten noch mit Lehmwänden, mit Stroh gedeckt und so niedrig, daß man mit der erhobenen Hand bis zum Dache reichte. Sie hatten kleine Fenster, die durchweg nicht geöffnet werden konnten. Der Boden bestand meist aus gestampftem Lehm, oder es waren "Diällstäine" gelegt, große Kalksteinplatten, die in der Gemeinde gebrochen wurden.

Die sehr engen Straßen befanden sich in einem schlimmen Zustande. Sie waren ungepflastert. Die Düngehaufen befanden sich durchweg unter freiem Himmel zur Straße hin und schickten ständig ein Rinnsal in die Straße. Der alte Friedrich Suthoff schrieb mir bald nach meinem Besuche: "Die Straße nach Schulze Suthoff war ein Morast, so daß man sich ekeln mußte." Nur die Hauptstraße wurde wenige Jahre vor dem großen Brande chaussiert. Doch hat sich der Ausdruck "Langer Jammer" für einen Teil dieses Weges noch sehr lange lebendig erhalten, der offenbar auf den Zustand dieses Weges anspielt. Die nördlich der Oststraße liegende Häuserreihe wurde nach dem Brande nicht wieder aufgebaut. Die Grundmauern der Häuser, die dort ehemals standen, werden beim Ausheben der Gruften auf dem jetzigen Friedhofe aber immer wieder festgestellt.

J. Schlotmann  

 

 


 


 

  (Schraffierte Häuser wurden ein Raub der Flammen)

1 Alte Vikarie

22     Populoh

2 Pastorat

23     Wirtschaft Badde

3 Küsterei 

24     Suerkemper, später Hölkemann

4 Fie, später Claas

25     Kaspar Renne

5 Alte Schule

26     Fröhlich,(Schlotmann), Wirf, Winterkamp

6 Alte Pfarrkirche

27     Theodor Winkelmann

7 Hörstkamp, später Rottwinkel

28     Alte Winkelmann

8 Brennerei Hörstkamp

29     Janbernd Schoppmann

9 Thieme, später Arens

30     Mense

10 Armenhaus

31     Schmied Lohmann

11 Fölling

32     Schmiedewerkstatt Lohmann

12 Wirtschaft Robert

33     Arens

13 Tanzsaal Robert

34     Gerhard Lohmann, später Fleuter

14 Hölling 

35     Beermann, später Reinke

15 Jans Witte (bis 1843)

36     Beermanns Scheune

16 Klostermann

37     Finkelden

17 Uthmann, später Gösling

38     Erpenbeck

18 Thiemes Dehle

39     Spritzenhäuschen

19 Wirtschaft Raude, später Strotmann

40     Windmühle

20 Josef Frerich

41     Schulte Suthoff

21 Hörstkamps Dehle

 


Anmerkungen von J. Schlotmann, bzw. Friedrich Suthoff:
Die alte Schule (Nr.5), war später Versammlungsraum der Kirchengemeinde; Jans Witte (Nr.15) zog 1843 zum Walde; Thiemes Dehle (Nr.18) war mit gestampftem Lehm als Boden zum Dreschen mit dem Flegel besonders geeignet; Populoh (Nr.22) verzogen; vor dem Hause Erpenbeck (Nr.38) war der "Puräier", der Wegezollschlagbaum, der bis etwa 1900 noch in Gebrauch war; Spritzenhäuschen (Nr.39), dahinter war die Gemeindebleiche; Windmühle (Nr.40) gehörte nicht zum Dorf; Hof Schulte Suthoff (Nr.40) gehörte nicht zum Dorf

 

 

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Dorfarchiv Westkirchen e.V.