Eine Zeitreise der deutschen Geschichte von 1400 bis 1990


 
20.08. 1400 Absetzung Wenzels als „unnützen König“ wegen verfehlter Italien-politik und unterlassener Kaiserkrönung.
1400-1410   Ruprecht von der Pfalz.
1402            Sieg Hamburgs über die Vitalienbrüder bei Helgoland. Hinrichtung Klaus  Störteebäckers.
1410            Schlacht bei Tannenberg. Schwere Niederlage des Deutschen Ordens gegen König Wladyslaw II. Jagiello von
                    Polen und Großfürst Witold von   Litauen.
1410-1437   Sigismund von Luxemburg (1433 Kaiser).
1414-1418   Konzil von Konstanz.
1415            Burggraf Friedrich I. von Hohenzollern erhält das Kurfürstentum Brandenburg.
06.07.1415  Hinrichtung des Jan Hus.
1415-1417  Reise Sigismunds nach England und Frankreich zur Vermittlung im  „Hundertjährigen Krieg  “.
1419           1. Prager Fenstersturz. Beginn der Hussitenkriege.
1423           Friedrich der Streitbare, Markgraf von Meißen aus dem Haus Wettin, erhält das Kurfürstentum
                   Sachsen-Wittenberg als Lehen.
1427           Tag von Frankfurt am Main. Verabschiedung einer Kriegssteuer, der ersten allgemeinen Steuer im deutschen
                   Spätmittelalter.
1431-1449  Konzil von Basel / Ferrara / und Florenz.
1431-1433  Italienzug Sigismunds.
1436           Ende der Hussitenkriege und Anerkennung Sigismunds.
1438-1439  Albrecht II. von Habsburg.
1440-1493  Friedrich III. (1452 Kaiser).
1444-1471  Friedrich III. kommt 27 Jahre lang nicht ins Binnenreich.
1448           Wiener Konkordat. Regelung der Beziehungen zwischen „Staat“ und Kirche bis zum Ende des alten Reiches.
1451            Das Königliche Hofgericht erlischt und wird durch das Königliche Kammergericht ersetzt.
1452            Italienzug Friedrichs III. Letzte Kaiserkrönung eines deutschen Herrschers in Rom.
1457            Erhebung nationaler Könige in Ungarn (Mathias Corvinus) und Böhmen (Georg Podierbrad).
1457            Die Polen stürmen die Marienburg, den Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens.
1458            Friedrich III. erbt Niederösterreich.
1460            Verlust des habsburgischen Thurgaus an die Eidgenossen.
1463            Friedrich III. erbt Oberösterreich.
1466            Friede von Thorn. Ermland und Westpreußen fallen an Polen.
1467/1477   Karl der Kühne Herzog von Burgund.
1468/1469   Matthias Corvinus erobert Mähren, Schlesien und die Lausitz.
1471            Reichstag zu Regensburg. Verbot des Fehderechts.
1471-1480  Türkische Raubzüge in der Steiermark.
1473-1475  Friedrich III. wieder im Binnenreich.
1477            Erwerbung Burgunds durch Maximilian I. von Österreich.
1477            Beginn der Ungarischen Angriffe auf Österreich.
1478            Friede von Olmütz.
1485            Eroberung Wiens und Besetzung Niederösterreichs, Kärnten und der Steiermark durch die Ungarn. Der Kaiser
                    flüchtet nach Tirol.
1488            Gründung des Schwäbischen Bundes.
1490            Entsetzung Wiens und Erbgewinn Tirols durch die Habsburger.
1491            Friede von Preßburg. Erbvertrag Habsburgs mit Böhmen und Ungarn.
1493-1519  Maximilian I. (König seit 1486, Kaiser seit 1508).
1495            Reichstag zu Worms verkündet „Ewigen Landfrieden“ und richtet das Reichskammergericht ein. Erhebung des
                    Gemeinen Pfennigs.
1499            Die Eidgenossen lehnen die Beschlüsse von Worms ab. Schweizer-Krieg (Schwabenkrieg). Friede von Basel.
                    Die „reichsverwandte“   Schweiz erhält politische Unabhängigkeit und löst sich vom Reich.


1500            Reichstag zu Augsburg (Reichsregiment).
02.07.1505  Blitzerlebnis Martin Luthers. Eintritt ins Kloster.
1512            Der Reichstag zu Köln beschließt die Bildung von 10 Reichskreisen zur Währung des Landfriedens.
31.10.1517  Thesenanschlag Luthers.
1519-1556   Kaiser Karl V. Seine Wahl zum König und Kaiser erfolgte nach Versprechen (Wahlkapitulation) der Wahrung
                    fürstlicher Privilegien.
1520            Luther auf dem Reichstag zu Worms.Verweigerung des Widerrufs,Verhängung der Reichsacht (Wormser Edikt).
1521-1526  1. Krieg Karls V. gegen Franz I. von Frankreich.
1522           Luthers Übersetzung des Neuen Testaments begründet die neuhochdeutsche Schriftsprache.
1522/1523  Erhebung der Reichsritter.
1523           „67 Schlußreden“ Ulrich Zwinglis.
1524-1525  Großer Bauernkrieg.
1526-1529  2. Krieg Karls V. gegen Franz I.
1527           Plünderung Roms (Sacco di Roma) durch kaiserliche Truppen.
1529           1. Belagerung Wiens durch die Türken; Reichstag zu Speyer. Protest   der evangelischen Stände (seitdem
                    „Protestanten“) gegen das Wormser Edikt. Marburger Religionsgespräch zwischen Luther und Zwinglis.
24.02.1530  Kaiserkrönung Karls V. in Bologna.
24.07.1530  Augsburgerisches Bekenntnis.
1531           Bildung eines Bundes der evangelischen Reichsstände     (Schmalkaldischer Bund).
1534           Erscheinen der vollständigen Bibelübersetzung Luthers.
1534/1535  Herrschaft der Wiedertäufer in Münster, nach Vernichtung ihres „Königreiches Sion“ blutiges Strafgericht
                   über sie.
1536           Entstehung von Johann Calvins Hauptwerk „Institutio religionis christianae“ (Unterricht im Christentum) in
                   Basel.
1536-38      3. Krieg Karls V. gegen Franz I.
1540           Papst bestätigt den ihm ergebenen Jesuitenorden Ignatius von Loyolas.
1541           Reformation in Genf unter Calvin (Genfer Kirchenordnung).
1542-44 4.  Krieg Karls V. gegen Franz I. Rückgabe Burgunds an Frankreich, das   auf Neapel verzichtet.
1545-1563  Konzil von Trient, Reformkonzil der katholischen Kirche, das in drei Perioden tagt und die Grundlagen zur
                   Gegenreformation erarbeitet.
18.02.1546  Tod Luthers in Eisleben.
1546/47       Schmalkaldischer Krieg zwischen protestantischen Fürsten und Karl V.,   der Moritz von Sachsen-Meißen auf
                    seine Seite zieht und über die Protestanten siegt.
24.04.1547  Schlacht bei Mühlberg. Sieg Karls V. über den Smalkaldischen Bund.   Gefangennahme des Kurfürsten Johann
                    Friedrich von Sachsen.
1548            Augsburger Interim. Kompromißversuch Karls V. in der Glaubensfrage.
1549            Einigung zwischen den Reformatoren in Zürich und den Reformatoren   unter Calvin in Genf (Consensus
                    Tigurinus), die seither gemeinsam als   Reformierte bezeichnet werden.
1551-52       Fürstenverschwörung gegen Karl V.
02.08.1552  Passauer Vertrag. Anerkennung der fürstlichen Privilegien durch Ferdinand I. Aufgabe des habsburgische
                    Erbreichsplans.
25.09.1555  Augsburger Religionsfriede zwischen Lutheranern und Katholiken. Religionsfreiheit für Adel und Städte, sonst
                    Konfession des Landesherren für die Untertanen verbindlich.
16.01.1556  Abdankung Karls V. (Tod 1558).
1556-64       Kaiser Ferdinand I. (gewählter Kaiser seit 1558).
1559            Gründung der Genfer Akademie zur Verbreitung des Calvinismus in   Europa.
1563            Heidelberger Katechismus; Beginn der katholischen Gegenrefor-mation   in Bayern.
27.05.1564  Tod Jean Calvins in Genf.
1564-1576  Kaiser Maximilian II.
1576-1612  Kaiser Rudolf II.
1579           In Österreich nimmt die katholische Reaktion scharfe Formen an.
1583           Sieg der katholischen Partei im Kölner Bistumskrieg. Vertreibung des protestantischen Erzbischofs.
                   Auswirkungen des Erfolges auf Münster,   Paderborn, Würzburg und andere Bistümer.
1593-1606  Langer Türkenkrieg.


1608           Reichstag zu Regensburg. Ächtung der Reichsstadt Donauwörth.    Protestantische Union.
1609           Katholische Liga.
1609-1614  Jülich-Klevischer Erbfolgestreit.
1612-1619  Kaiser Matthias.
1618-1648  Dreißigjähriger Krieg.
1618-1623  Böhmisch-Pfälzischer Krieg.
23.05.1618  2. Prager Fenstersturz.
1619-1637  Kaiser Ferdinand II.
18.11.1620  Schlacht am Weißen Berg.
1623            Bayern erhält die pfälzische Kurwürde und die Oberpfalz. Verpfändung   der Lausitz an Sachsen.
1625-1629  Dänisch-Niedersächsischer Krieg.
27.08.1626  Schlacht bei Lutter am Barenberge. Sieg Tillys über den dänischen   König Christian IV.
1629            Friede von Lübeck.
06.03.1629  Restitutionsedikt. Rückgabe aller geistlichen Gebiete, die nach 1552 in protestantischen Besitz gekommen sind.
1630-1635   Schwedischer Krieg.
1630             Kurfürstentag von Regensburg. Absetzung Wallensteins.
06.07.1630   Landung Gustav Adolfs von Schweden auf Usedom.
1631             Vertrag von Bärwalde.
17.09.1631   Schlacht bei Breitenfeld.
13.04.1632   2. Berufung Wallensteins (Göllersdorfer Kapitulation).
15.04.1632   Schlacht bei Rain am Lech (Tod Tillys).
16.01.1632   Schlacht bei Lützen (Tod Gustav Adolfs).
25.02.1634   Ermordung Wallensteins.
06.09.1634   Schlacht bei Nördlingen.
30.05.1635   Friede von Prag.
1635-1648   Französisch-Schwedischer Krieg.
1637-1657   Kaiser Ferdinand III.
1640            Thronbesteigung Friedrich Wilhelms von Brandenburg, später der    „Große Kurfürst “genannt. (Bis 1688).
24.10.1648  Westfälischer Friede.
1658-1705  Kaiser Leopold I.
1658-1668  1. Rheinbund.
03.05.1660  Vertrag von Oliva sichert Souveränität des brandenburgischen    Kurfürsten als Herzog von Preußen.
1661-1663  Dauerlandtag in Königsberg. Die Führer der Stände werden hingerichtet   oder zu Festungshaft verurteilt.
1663            Beginn, ständig tagender Reichstag in Regensburg.
1663-1664  Türkenkrieg.
28.06.1675  Sieg des „Großen Kurfürsten“ über die Schweden in der Schlacht bei   Fehrbellin und Eroberung von
                    Schwedisch-Pommern.
1679            Friede von Nimwegen; Frieden von Saint-Germain-en-Laye.    Vorpommern wieder schwedisch. Bündnis
                    Brandenburgs mit Frankreich
30.09.1681  Frankreich besetzt Straßburg.
1683-1699   Großer Türkenkrieg.
1683            2. Belagerung Wiens durch die Türken.
12.09.1683  Schlacht am Kahlenberg.
29.10.1685  Edikt von Potsdam bietet französischen Hugenotten eine Heimat in   Brandenburg, Preußen.
1687            Reichstag zu Preßburg: Entstehung der österreichisch-ungarischen   Doppelmonarchie.
1688            Tod des „Großen Kurfürsten“, Nachfolger Friedrich III.
1688-1697   Pfälzischer Krieg.
1692            Die 9. Kurwürde geht an Herzog Ernst August von Braunschweig-   Lüneburg-Kahlenberg.
1696            Gründung der Akademie der Kunst.
30.09.1697  Friedensschlüsse von Rijswijk.
26.01.1699  Friede von Karlowitz.


1700            Gründung der Akademie der Wissenschaften durch den Philosophen   Leibniz im Auftrag des Kurfürsten.
1700-1721  Nordischer Krieg zwischen Schweden unter Karl XII. und Rußland in   wechselnden Bündnissen beendet die
                    Großmachtrolle Schwedens.
18.01.1701  Kurfürst Friedrich III. wird gegen Unterstützungszusage an Kaiser    Leopold I. als Friedrich I. König in, nicht
                    von Preußen.
1701-1713  Kurfürst Friedrich III. als Friedrich I. erster König in Preußen.
1701-1713  Spanischer Erbfolgekrieg zwischen Frankreich und Habsburg, das   Spanien verliert, aber die Niederlande,
                    Mailand und Neapel für Österreich gewinnt.
1705-1711  Kaiser Joseph I.
24.09.1706  Friede von Altranstädt.
1711-1740  Kaiser Karl VI.
25.02.1713  Tod von König Friedrich I., Nachfolger wird der „Soldatenkönig“   Friedrich Wilhelm I., König von Preußen
                    (Bis 1740).
1713            Preußen schließt sich der antischwedischen Koalition an.
19.04.1713  Pragmatische Sanktion: Sicherung der weiblichen Thronfolge (Maria   Theresia, (*1717).
1713-1714   Friedensschlüsse von Utrecht und Rastatt.
1714           Abschaffung der Hexenprozesse in Preußen.
1716-1718  Türkenkrieg.
1717           Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Preußen.
1720           Frieden von Stockholm: Preußen gewinnt Vorpommern.
1723           Oberste preußische Verwaltungsbehörde wird ein dem König direkt   verantwortliches Generaldirektorium.
1730           Fluchtversuch des Kronprinzen Friedrich und Hinrichtung seines    Fluchthelfers Katte.
1731           Anerkennung der Pragmatischen Sanktion durch England.
1731/1732  Ansiedlung von 20.000 Salzburger Protestanten im von der Pest    entvölkerten Ostpreußen.
1739            Der französische Philosoph Voltaire veröffentlicht den „Antim-   achiavell“, eine staatstheoretische Schrift des
                    Kronprinzen Friedrich.
31.05.1740  Nach dem Tod des Vaters wird Friedrich II. König in Preußen.
20.10.1740  Maria Theresia wird österreichische Erzherzogin (1745-1780 Kaiserin).
1740            Thronbesteigung Maria Theresias (geboren 1717) in Österreich kurz   nach Friedrich II. in Preußen; Einmarsch
                    preußischer Truppen in    Österreichisch-Schlesiern.
1740-1742  1. Schlesischer Krieg.
1740-1748  Österreichischer Erbfolgekrieg.
10.04.1741  Schlacht bei Mollwitz.
1741            Karl VII. von Bayern wird zum Kaiser gewählt . Beendigung des 1.    Schlesischen Krieges durch den Berliner
                    Frieden.
1742-1745  Kaiser Karl VII. Albrecht.
1743           Bündnis Wien-London; gemeinsamer Sieg bei Dettingen über die    Franzosen (27.06.1743).
1742           Tod des Kaisers, Nachfolger Franz von Habsburg-Lothringen, Ehemann   Maria Theresias.
1744-1745  Einmarsch Friedrichs II. in Böhmen löst 2. Schlesischen Krieg aus.
1745-1765  Kaiser Franz I. Stephan.
04.06.1745  Schlacht bei Hohenfriedberg.
15.12.1745  Schlacht bei Kesselsdorf.
24.12.1745  Frieden von Dresden beendet 2. Schlesischen Krieg, Schlesien bleibt   preußisch.
1748            Beendigung des Österreichischen Erbfolgekriegs durch Frieden von   Aachen zwischen Frankreich und
                    England/Österreich, das die    Niederlande zurückerhält.
1756            Nach Bündnis mit England (Westminsterkonvention 16.01.1756). Angriff   Friedrichs auf das mit Österreich
                    verbündete Sachsen; Beginn des   Siebenjährigen Kriegs gegen eine französisch-österreichisch-russisch-
                    schwedische Koalition.
1756-1763   Siebenjähriger Krieg.
1757            Siege Frankreichs II. bei Kolin, Roßbach und Leuthen.
1758            Sieg der Preußen über die Russen bei Zondorf, Niederlage gegen die   Österreicher bei Hochkirch; Ostpreußen
                    wird von den Russen besetzt.
12.08.1759  Schwere Niederlage Preußens gegen Russen und Österreicher bei   Kunersdorf.
05.01.1762  Tod der Zarin Elisabeth, Nachfolger Peter III. schließt Frieden mit    Preußen, dessen Bündnis mit England
                    zerbricht.
15.02.1763  Frieden von Hubertusburg bestätigt preußischen Besitz Schlesiens –   Frieden von Paris (10.02.1763) beendet
                    den Kolonialkrieg zwischen   England und Frankreich, das Besitzungen in Nordamerika und Indien   verliert.
1765-1790  Joseph II. als Nachfolger seines Vaters wird Kaiser. Einsetzen teils   überhasteter Reformen in seinen
                    Kronländern.
1772           Erste Polnische Teilung: Vorrücken Rußlands bis zur Düna und zum   Dnjepr, Ostgalizien an Österreich,
                   Westpreußen  und Ermland an    Preußen.
1775           Österreich erwirbt die Bukowina (Buchenland, im heutigen Rumänien).
1778-1779  Bayerischer Erbfolgekrieg durch vergeblichen Versuch Josephs II.,   Niederbayern und die Oberpfalz zu
                    erwerben; wurde von Friedrich II.   vereitelt.
13.10.1781  Toleranzedikt Josephs II.
1785            Erneuter Zugriff Josephs II. auf Bayern scheitert am deutschen    Fürstenbund unter Führung Preußens.
17.08.1786  Tod Friedrichs II.
1786-1797  Friedrich Wilhelm II. König von Preußen
1790-1792  Kaiser Leopold II.
27.08.1791  Pillnitzer Erklärung.
1792-1806  Kaiser Franz II. (1804-1835 als Franz I. Kaiser von Österreich).
20.04.1792  Kriegserklärung Frankreichs an Österreich.
20.09.1792  Unentschiedene Kanonade von Valmy. Besetzung des linken    Rheinufers durch französische Truppen.
Febr.1793   1. antifranzösische Koalition.
1795            Basler Friedensschlüsse. Das linke Rheinufer fällt an Frankreich.
1796            Siege des österreichischen Erzherzogs Karl über die Franzosen bei   Amberg und Würzburg.
17.10.1797  Friede von Campoformio.
1797-1840  Friedrich Wilhelm III. König von Preußen.
1798/1799  2. antifranzösische Koalition.


09.02.1801  Friede von Lunéville. Anerkennung der Rheingrenze.
1805            3. antifranzösische Koalition.
02.12.1805  Dreikaiserschlacht bei Austerlitz.
26.12.1805  Friede von Preßburg.
12.07.1806  Gründung des Rheinbundes.
06.08.1806  Ende des Heiligen Römischen Reiches.
April 1806  4. antifranzösische Koalition.
09.07.1806  Friede von Tilsit.
09.10.1806  Edikt zur Bauernbefreiung in Preußen.
April 1809  Erhebung Österreichs und Tirols gegen Napoleon.
14.10.1809  Friede von Schönbrunn.
30.12.1812  Konvention von Tauroggen.
17.03.1813  Friedrich Wilhelms III. Aufruf „An mein Volk“.
Okt. 1813    Völkerschlacht bei Leipzig.
1814-1815  Wiener Kongreß. Abschluß mit Deutscher Bundesakte (08.06.1815).
26.09.1815  Heilige Allianz.
05.09.1816  Eröffnung des Bundestages in Frankfurt am Main.
Okt. 1817    Wartburgfest.
20.09.1819  Karlsbacher Beschlüsse.
08.07.1820  Wiener Schlußakte.
27.05.1832  Beginn des Hambacher Festes.
28.06.1832  Sechs Artikel. Bundesbeschluß gegen die liberale Opposition.
1834            Deutscher Zollverein.
12.06.1834  Sechzig Artikel. Bundesbeschluß mit weiteren Rechtsbeschränkungen.
1835-1848  Ferdinand I. Kaiser von Österreich.
1840-1861  Friedrich Wilhelm IV. König von Preußen.
1844           Weberaufstand in Schlesien.
13.03.1848  Beginn der Märzrevolte in Österreich. Flucht Metternichs.
18.03.1848  Beginn der Märzrevolte in Berlin.
1848 April  Beginn des 1. Deutsch-Dänischen Krieges (Ende im August).
15.05.1848  2. Aufstand in Wien. Gesamtösterreichischer Reichstag erzwungen.
18.05.1848  Zusammentritt der Frankfurter Nationalversammlung.
02.12.1848  Abdankung Kaiser Ferdinands I.
1848-1918  Franz Joseph I. Kaiser von Österreich.
05.12.1848  Verkündung der „oktroyierten Verfassung“ in Preußen.
27.12.1848  Verabschiedung der Grundrechte.
28.03.1849  Verabschiedung der Reichsverfassung.
April 1849  Ablehnung der Kaiserkrone durch Friedrich Wilhelm IV.
30.05.1849  Preußisches Wahlgesetz (Dreiklassenwahlrecht).
01.09.1850  Wiedereröffnung des Frankfurter Bundestages.
1861-1888   Wilhelm I. König von Preußen.
23.09.1862  Bismarck wird preußischer Ministerpräsident.
1862-1866   Preußischer Verfassungskonflikt.
1863            2. Deutsch-Dänischer Krieg.
1866            Deutscher Krieg.
1866/1867   Gründung des Norddeutschen Bundes.
1869            Gründung der Sozialdemokratischen Partei.
1870-1871   Deutsch-Französischer Krieg.
1871            Beginn des Kulturkampfes zwischen preußischem Staat und    katholischer Kirche.
18.01.1871  Kaiserproklamation Wilhelms I. in Versailles.
21.10.1878  Sozialistengesetz.
1882            Dreibund Deutschlands mit Österreich-Ungarn und Italien.
1883-1889   Sozialgesetze (Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung).
18.06.1887  Rückversicherungsvertrag (bis 1890).
1888            Friedrich III. deutscher Kaiser.
1888-1918  Wilhelm II. deutscher Kaiser.
20.03.1890  Entlassung Bismarcks.


1./3.8.1914  Deutsche Kriegserklärung an Rußland und Frankreich.
01.02.1917  Uneingeschränkter U-Boot-Krieg.
06.04.1917  Kriegseintritt der USA.
03.03.1918  Friede von Brest-Litowsk.
09.11.1918  Abdankung Wilhelms II. und Ausrufung der Republik.
06.02.1919  Eröffnung der 1. Nationalversammlung in Weimar.
11.02.1919  Friedrich Ebert 1. Reichspräsident.
28.06.1919  Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages.
13.03.1920  Beginn des Kapp-Putsches.
16.04.1922  Vertrag von Rapallo.
11.01.1923  Ruhrbesetzung. Beginn des passiven Widerstands (13.01).
08.11.1923  Hitlerputsch in München.
26.04.1925  Wahl Paul von Hindenburgs zum Reichspräsidenten.
16.10.1925  Vertrag von Locarno.
25.10.1929  New Yorker Börsenkrach. Beginn der Weltwirtschaftskrise.
30.01.1933  Hitler wird Reichskanzler.
23.03.1933  Ermächtigungsgesetz.
02.08.1934  Tod Hindenburgs. Hitler wird Staatsoberhaupt.
15.09.1935  „Nürnberger Gesetze“. Entrechtung der jüdischen Bevölkerung.
1936            Achse Berlin-Rom und Antikomainternpakt mit Japan.
12.03.1938  Deutscher Einmarsch in Österreich.
29.09.1938  Münchener Abkommen.
09.11.1938  Organisiertes Judenpogrom („Reichskristallnacht“).
23.08.1939  Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt („Hitler-Stalin-Pakt“).
01.09.1939  Deutscher Überfall auf Polen. Beginn des 2. Weltkriegs.
22.06.1940  Waffenstillstand mit Frankreich.
20.01.1942  Wannseekonferenz. „Endlösung der Judenfrage“ eingeleitet.
20.07.1944  Fehlgeschlagenes Attentat auf Hitler.
30.04.1945  Selbstmord Hitlers.
7./8.5.1945  Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Reims und Berlin.
02.08.1945  Potsdamer Abkommen.
20.06.1948  Währungsreform in den Westzonen.
24.06.1948  Beginn der Berliner Blockade (bis 12.05.1949).
23.05.1949  Verkündung des Grundgesetzes.
15.09.1949  Konrad Adenauer wird Bundeskanzler.
07.10.1949  Gründung der DDR.
10.03.1952  Angebot Stalins zur Wiedervereinigung Deutschlands.
17.06.1953  Volksaufstand in der DDR.
23.10.1954  Pariser Verträge. Beitritt der Bundesrepublik zu NATO und WEU.
27.01.1956  Beitritt der DDR zum Warschauer Pakt.
13.08.1961  Bau der Berliner Mauer.
22.01.1963  Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag.
16.10.1963  Ludwig Erhard wird Bundeskanzler.
01.12.1966  Große Koalition. Kurt Georg Kiesinger wird Bundeskanzler.
06.04.1968  Neue DDR-Verfassung.
30.05.1968  Verabschiedung der Notstandsgesetze.
20.10.1969  Sozialliberale Koalition. Willy Brandt wird Bundeskanzler.
1970            Moskauer und Warschauer Verträge.
03.05.1971  Rücktritt Walter Ulbrichts. Nachfolger Erich Honecker.
03.09.1971  Viermächteabkommen über Berlin.
18.09.1973  Aufnahme beider deutschen Staaten in die Vereinten Nationen.
06.05.1974  Rücktritt Willy Brandts. Helmut Schmidt wird Bundeskanzler.
12.12.1979  NATO-Doppelbeschluß.
01.10.1982  Helmut Kohl wird nach dem Sturz Helmut Schmidts Bundeskanzler.
18.10.1989  Rücktritt Erich Honeckers. Nachfolger Egon Krenz.
09.11.1989  Öffnung der Grenzübergänge der DDR zur Bundesrepublik.
01.07.1990  Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion beider deutscher Staaten.
01.10.1990  „Wiedervereinigung“. Beitritt der Länder der DDR zur Bundesrepublik   Deutschland.